Interview with Kumi Naidoo, Executive Director of Greenpeace International (Part 4)

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EINFLUSS VON GP AUF POLITIK

Greenpeace hat durchaus einen starken Einfluss darauf, was bei Meetings diskutiert wird. Beispielsweise haben wir uns im Mai mit Angela Merkel getroffen, zu einem Zeitpunkt, an dem der Klimawandel nicht auf der Tagesordnung der G20-Meetings war. Wir konnten Frau Merkel dazu bringen, dieses Thema zu einem Diskussionspunkt zu machen.

Wir erhalten auch zahlreiche Einladungen von diversen Organisationen der Vereinten Nationen, um bei Konferenzen zu sprechen. Die Vereinten Nationen sowie andere internationale Organisationen brauchen Greenpeace bzw. die Zivilgesellschaft. Wir dürfen deshalb aber nicht Zugang zur Macht mit Einflussnahme gleichsetzen. Organisationen der Zivilgesellschaft begehen oft den Fehler zu glauben, dass sie - weil sie einen halben Sessel am Tisch und eine Gelegenheit zum Sprechen erhalten – auch gehört werden. Sehr oft bekommen wir eine Möglichkeit zum Reden, aber man hört uns nicht zu.

Im Endeffekt haben wir Einfluss auf Institutionen, und wir werden diesen auch weiterhin haben, aber wir müssen diesen auf smartere Weise ausüben, wir dürfen nicht zulassen, das unsere gesamte Zeit und Energie dafür aufgewendet werden muss. Wir müssen also strategisch entscheiden, wann wir uns engagieren und wann nicht.

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