Interview with Kumi Naidoo, Executive Director of Greenpeace International (Part 5)

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WAS UNTERNIMMT KUMI NAIDOO GEGEN WALFANG?

Wir haben ein Team, das mit diesem Thema betraut ist, wir reden mit Regierungen, um sie von unserem Standpunkt zu überzeugen. Ich selbst habe unlängst mit dem Umweltminister Australiens gesprochen, um sicherzustellen, dass Australien seinen Kurs der dezidierten Ablehnung des Walfangs aufrechterhält. Ich finde, dass die Vorgehensweise der japanischen Regierung mit Korruption gleichzusetzen ist. Sie kauft die Stimmen anderer Staaten, die zum Teil nicht einmal an ein Meer grenzen, versprechen im Gegenzug Hilfspakete. Und das ist armselig, denn die japanische Regierung ist an und für sich gegen Korruption eingestellt. Dieses Vorgehen unterminiert die globale Demokratie, und weil Japan ein reiches Land ist, während zum Beispiel Lesotho und andere kleine afrikanische Staaten sehr arm sind, ist es erniedrigend und unterwandert die Souveränität und Würde der Völker, wenn man diesen sagt: “wir geben euch Hilfspakete, dafür müsst ihr bei Konferenzen in unserem Sinne abstimmen.”

Wir sind besorgt, angesichts des entschlossenen Vorgehens der japanischen Regierung, die sich obendrein im Rahmen des Artenschutzübereinkommens weigert, den Blauflossenthunfisch auf die Liste der gefährdeten Arten setzen zu lassen. Es wäre ein massiver Rückschlag, wenn es der japanischen Regierung gelingen würde, durchzusetzen, dass das Moratorium für den kommerziellen Walfang beendet würde. Wir werden bis zum Äussersten kämpfen, und sollte unser Kampf nicht von Erfolg gekrönt sein, so werden wir unseren Widerstand gegen die japanische Regierung und andere Walfangnationen intensivieren.

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